Infobulletin Januar 2019

Ausgabe Januar 2019: Download als PDF Datei

EDITORIAL: Die Freude über die steigende Lebenserwartung in der Schweiz ist gross, denn alt werden wollen viele. Die Schweiz weist die höchste Lebenserwartung in Europa auf. Gemäss Bundesamt für Statistik war die Lebenserwartung im Jahr 2017 bei Frauen 85,4 Jahre, bei Männern 81,4 Jahre, die Männer haben also gegenüber früher aufgeholt. Gemäss Berichten in der Zeitung vom August 2018 erwartet der Bund sogar nochmals eine Zunahme der Lebenserwartung auf 89,4 Jahre bei Frauen und 86,2 Jahre bei Männern. So schön diese Perspektiven sind, das hohe Alter hat auch seine Tücken. Angst vor körperlichen oder geistigen Einschränkungen sind realistisch und es stellt sich die Frage, wie jeder Einzelne im Alter in finanzieller Hinsicht abgesichert ist. Die beiden Säulen AHV und Pensionskasse sollen zusammen 60 Prozent des Einkommens vor der Pensionierung abdecken, doch dieses System wackelt. Heute kann ein Renteneinkommen bereits deutlich darunter liegen, die Tendenz ist weiter sinkend. Schuld sind die rückläufigen Umwandlungssätze bei der Berechnung der Rente. Aktuell liegt er im Obligatorium zwar noch auf 6,8 Prozent, aber auf dem überobligatorischen Teil sind die Kassen frei, den Satz festzulegen, und diese Umwandlungssätze sind heute bereits teilweise bei 5 Prozent und darunter angelangt. Auch das Anlegen des Geldes im Falle eines Kapitalbezugs ist schwieriger geworden. Bei gewissen Banken bestehen ja bereits Minuszinsen, wenn das Geld nicht mit Aktien und Obligationen angelegt wird. Die Pensionierung zu planen, auch mit Bezug auf die finanziellen Aspekte, ist Grundlage unseres Fachbeitrages «Pensionierung von Privatpersonen und KMU-Inhabern». Bei KMU-Inhabern bestehen noch Besonderheiten, wir beobachten vielfach, dass Inhaber von KMU-Betrieben über das ordentliche Pensionsalter hinaus arbeiten. Wir betrachten das als Privileg und eine Art 4. Säule, weil dadurch nebst Renteneinkünften oder Beiträgen aus bestehendem Kapital noch ein zusätzliches Einkommen erzielt werden kann. Aber auch für Mitarbeitende von KMU besteht oftmals die Möglichkeit, über das 65. respektive 64. Altersjahr hinaus zu arbeiten. Auch in unserer Firma haben wir Mitarbeitende, welche von diesem Privileg Gebrauch machen konnten. Unser geschätzter Karl Fuchs, welcher am 8. Dezember 2018 seinen 80. Geburtstag feierte, arbeitet ein paar Stunden pro Monat und war bis zum 67. Altersjahr noch vollamtlich bei uns tätig. Zudem arbeitet unsere beliebte Doris Cholewa nach Erreichen ihres AHV-Alters weiter. Mit dem Thema «Ergänzungsleistungen» runden wir das Thema der Pensionierung und Sozialversicherungen ab.

Ab 2019 sind im Steuerbereich verschiedene Änderungen geplant. Es ist wichtig, sich frühzeitig darauf einzustellen, damit im legalen Rahmen auch Steuern gespart werden können. Verträge in der Treuhandpraxis begleiten uns schon seit vielen Jahren, deshalb können wir wertvolle Anregungen vermitteln.

Wir freuen uns, Ihnen bei diesen Themengebieten, aber auch in anderen fachlichen Belangen persönlich zur Seite zu stehen.

Dr. iur. Peter Wegmann